Impression aus Bösingen

Chronik - Ortsteil Bösingen

Der Überlieferung nach hat Bösingen seinen Namen von dem Führer einer alemannischen Sippe, der die Siedlung gegründet haben soll.
In einer Urkunde aus dem Jahre 994 des Königs Otto III wird Bösingen erstmals erwähnt. Herzogin Hadwig schenkte den zur Epfendorfer Pfarrei gehörenden nördlichen Teil Bösingens, genannt Grünlingen, einem Kloster. Der übrige Ort wurde von der Pfarrei Dunningen betreut.

Die Besitz- und Lehensverhältnisse waren sehr verwickelt und änderten sich häufig bis der Ort 1539 von der Stadt Rottweil gekauft wurde. Bösingen unterstand somit bis 1802/1803 dem Pürschvogteiamt und der Hochgerichtsbarkeit der Reichstadt.

Eine eigene Verwaltung bestand in bescheidenem Maße weiter durch einen Vogt und das Gemeindegericht, vergleichbar dem Gemeinderat. Daß Bösingen damals eine bedeutende Gemeinde war, geht daraus hervor, daß ihr 12 bei 13 möglichen Gemeinderichtern zugestanden wurden. Das Verhältnis zu Rottweil war alles andere als ungestört. Vor allen Dingen der Zwang, bei Handwerkern in der Reichsstadt arbeiten lassen zu müssen, führte zu Auseinandersetzungen.

1803 kam das rottweilische Gebiet zu Württemberg, was Bösingen kaum Änderungen brachte. Die Gemeinde unterstand dem Oberamt Rottweil 1840 wurde das Rathaus errichtet, in dem heute noch die Ortsverwaltung untergebracht ist. Zur Ortschaft zählt der Weiler Kasperleshof, errichtet nur wenige Meter entfernt von dem sagenumwobenen längst verschwundenen Herderer Hof.

Gemeinde Bösingen
Heimat mit Zukunft
  • Gemeinde Bösingen
  • Bösinger Straße 5
  • 78662 Bösingen
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