Mittelalterfest an der Ruine Herrenzimmern

Chronik Ortsteil Herrenzimmern

Die erste urkundliche Erwähnung Herrenzimmerns erfolgt in derselben Urkunde Kaiser Otto III von 994 in der auch Bösingen aufgeführt ist, jedoch soll der Ort eine Gründung der Cimbern sein, wofür auch der Name des Ortes spricht.

Die Geschichte des Ortes ist eng mit den Grafen von Zimmern verbunden. Er besaß auch das Stadtrecht, was wir aus 2 Urkunden von 1321 und 1327 erfahren, worin „Zimmern“ als „Stättelin“ genannt wird. Als Stadt hat Herrenzimmern keine herausragende Rolle gespielt, was an der Dominanz Rottweils und dem fehlenden Hinterland lag. Jedoch wurde 1432 urkundlich ein oberes Tor erwähnt, auch gab es eine Stadtmauer und noch die Oberamtsbeschreibung von 1875 gibt an, daß der östliche Ortsteil mit einem Wallgraben umgeben war, zum Teil damals noch sichtbar.

Auch in Herrenzimmern gab es außer den Herren von Zimmern weitere und wechselnde Besitzverhältnisse. Die Einwohner, zum größten Teil Leibeigene hatten hierauf keinen Einfluß. Am 11. Oktober 1513 verkaufte Graf Johann Werner das Städtlein Herrenzimmern an die Stadt Rottweil, wie der Chronist meinte „ohne alle vorgehende nott“, und somit wurde das Gemeindegebiet geteilt. Graf Wilhelm behielt das Schloß.

Herrenzimmern teilte das Schicksal aller zur Reichstadt Rottweil gehörenden Ortschaften, zufrieden konnte man mit der Herrschaft nicht sein.
Seit der Selbständigkeit von Rottweil in den Jahren 1802/1803 entwickelte sich Herrenzimmern nur langsam. Es war ein rein landwirtschaftlich geprägter Ort mit kleinem Handwerk.

Erst die Industrialisierung zur Jahrhundertwende in Rottweil und Oberndorf abrachte für die Bevölkerung neue Existenzmöglichkeiten, sodaß die Entwicklung vom ärmlichen Bauerndorf zur modernen Gemeinde möglich wurde.

Gemeinde Bösingen
Heimat mit Zukunft
  • Gemeinde Bösingen
  • Bösinger Straße 5
  • 78662 Bösingen
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